Druckschrift 
[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
Seite
149
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freundet, und zehn Jahre hindurch, wahrend seines Wirkens,in näherer Berührung mit ihm stand, Zeuge. Ancillongab sich auch dem erhabenen Königssohn mit der ganzenLiebe, deren sein Herz in so überschwenglichem Gradefähig war, hin; er lehrte ihn die Menschen lieben undachten, und seinen Geist ans ernste Studien zu lenken,und fand in dem empfänglichen Gcmüthe und in denvortrefflichen geistigen Anlagen seines Zöglings einen füralles Gute empfänglichen Boden. Die natürliche Folgeähnlicher Bemühungen und Aufopferungen konnte nichtausbleiben, denn nur zu bald sah er das Herz seines er-habenen Schülers sich zugewendet und dessen Vertrauenund Zuneigung endlich zwischen beiden gemüths- undgeistesverwandten Seelen zur wirklichen Freundschaft über-gehen, die der dankbare Thronerbe dem greisen Leiterbis an sein Ende erhielt, indem er ihn vor seinem Dahin-scheiden auf seinem Schmerzenslager liegend (ans welchesihn eine schmerzhafte Operation versetzt hatte) besuchte,ihn einige Jahre später ans seinem Sterbebette pflegte,bis er endlich erlag, wo er alsdann schließlich mit ver-weintem Angesicht auf seinen Sarg eine Hand voll leichterErde warf.

Im Jahre 1814 begleitete Ancillon den Thron-erben nach Paris, wo er als geachteter Schriftsteller, un-abhängig von den äußern Umstanden, die ehrenvollsteAufnahme fand; und im Jahre 1828 trat er als Be-gleiter desselben die Reise nach Italien an. Er hatte eineausführliche Beschreibung dieser letzter» angefangen; alleiner wurde an der Fortsetzung derselben durch überhäufteGeschäfte gehindert. Die Beschreibung jener früher»

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