132
„hienieden!" und mit der strengst,'» Beobachtung dermilitairische» Ehre und des Pflichtgefühls fand er, Gottlob!zum Frommen des Vaterlandes auch bald die Gelegen-heit, sein Wort zu halten, indem der Marschall Macdo-nald ihn unbesonnener Weise dadurch tauschte, daß erihm ein Ileuflo/vous bei Tauroggen anwies, ihn aberim Stiche ließ, welchen Umstand Uorck sofort benutzteund jene bereits erwähnte Convention in der Pvsche-runger Mühle abschloß.
Einstweilen gab es aber, leider, noch manche vcr-hängnißvolle Augenblicke zu beseitigen. Zu diesen rechneich unter andern jene, bereits mitgetheilte Verzögerungdes Eintreffens des ratificirtcn Allianz-Traktates, beiwelcher Gelegenheit der ritterliche Monarch einen so ent-schlossenen Charakter kund gab; so wie zweitens den ver-eitelten Aufhebungsplan, der des Königs Freiheit be-drohte, und drittens seine Abreise nach Breslau, die nichtohne alle Gefahr war.
Scharnhorst, der nichts Gutes ahnete, und wohl,mit vollem Rechte, den Franzosen nur wenig traute, soll,wie man behauptet, bereits von Breslau aus, den Vor-schlag gemacht haben, daß man im schlimmsten Falle dieGarnisonen von Berlin und Potsdam vereinigen, und sichalsdann mit solchen, den Degen in der Faust, einen Wegnach Schlesien eroffnen könne.
Es wußte aber bei jeder Gelegenheit der König, woes darauf ankam, das Vaterland durch zeitgemäße poli-tische und militairische Einschreitnngcn zu retten, solchestets mit Weisheit und Kraft durchzusetzen, und cs seiReferenten, der solches leicht durch manche unwiderleg-liche Beispiele bekräftigen könnte, vergönnt, zu behaupten,