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denn, aufrichtig gesagt, hat die Kriegsgeschichte nur wenigFalle aufzuweisen, wo die gegenseitige Reiterei einen Fron-talangriff abgewartet und bestanden hatte. Man haltemir diese Abschweifung zu Gute und vergönne mir zumeinem Text zurückzukehren.
Nach beendigtem Kriege setzte unser, einstweilen zumOberst-Lieutenant beförderte, Scharnhorst seine Ar-beiten als militairischer Schriftsteller fort, indem er inseinen Schriften nunmehr als wichtiges Resultat dasgeistreich Zusammengestellte aufgemachte Erfahrungen grün-dete. Endlich ward er im Jahre 1801 durch den beiAuersiadt verwundeten Herzog Karl von Braun-schweig, der dessen Verdienste zu würdigen verstand,für den preußischen Dienst gewonnen und als Oberst-Lieutenant bei dem in Berlin garnisonirendcn drittenArtillerie-Regiment angestellt. Dies war insofern eineAuszeichnung zu nennen, als sie ein Anerkenntnis' dervielfache» Kenntnisse und Erfahrungen beurkundete, dieman in so hoher Stellung bei jener Waffe forderte.Allein die bisher ungewohnte Erscheinung eines sogenann-ten Einschubs im Artillerie-Corps, welches damals, un-geachtet seiner Verdienste, etwas vernachlässigt ward,und wo ein gewisser Kastengeist sich eingebürgert hatte,mußte dagegen nachthcilig auf den auf so ungewöhnlicheWeise eingedrungenen Fremdling einwirken, und dies umso mehr, als sein bescheidnes anspruchloscs Auftreten einscheinbar indolentes, sich gehenlassendes Wesen, das sichdurch eine etwas schiefe Körperhaltung, durch einenmeist vorgesetzten Fuß und den nicht selten auf die Brustgesenkten Kopf aussprach, gerade so, wie ihn unserRauch in seiner meisterhaft ausgeführten Bildsaule dar-