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Als ich einst einer interessanten Mittheilung hierüberaus dem Munde Scharnh orst's in der militairischenGesellschaft beiwohnte, war ich nicht allein über denklaren und belehrenden Vortrag desselben, sondern nochmehr über dessen Bescheidenheit und Selbstverläugnungentzückt, indem er den Entwurf und die Ausführungjener so glanzenden Waffenthat dem General Hammer-stein ganz zuwendete. Doppelt interessant war nochüberdies jene Mittheilung für den wißbegierigen Zuhörer,indem der ganze Vorfall der Wahrheit gemäß, ehrlich,einfach und schmucklos mitgetheilt ward.
Scharnhorst erzählte nämlich ganz unverhohlen, wieim Augenblick der Ausführung, das heißt des Durch-schlagens der Garnison durch den die Festung belagerndenFeind, die Truppen sich in einzelne Haufen aufgelöstund alle Zucht und Ordnung gleichsam aufgehört hätten,indem Jeder sich instinktmäßig und nach eigener Intelli-genz schlug und muthvoll nur das eine Ziel, das derWiedervereinigung hinter der feindlichen Linie, zu erstre-ben suchte, welches denn auch durch große Beharrlichkeitgelang, worauf endlich Besonnenheit und Mannszuchtwieder einkehrten. Ein Geständniß, dessen Wahrheit manin den meisten Fällen anerkennen muß und dessen Zu-verlässigkeit alle diejenigen, welche ähnlichen complicirtenGefechten im Freiheitskampfe beizuwohnen Gelegenheitfanden, gern beipflichten werden. Bei solchen Kriegs-ereignissen darf es überhaupt nicht befremden, wenn der-gleichen Anomalien eintreten.
So theilte mir zur Zeit der selige Major Ziehen,der gleichzeitig mit unfern, Scharnhorst im hanöver-schen Dienst den Feldzügen in Flandern beiwohnte, mit,