115
reichten Berichte die Verdienste Scharnhorst's durchfolgende Worte auf eine würdige, ehrenvolle Art öffentlichanzuerkennen: „Vor allen andern halte ich mich ver-pflichtet, des Hauptmanns Scharnhorst Erwähnung„zu thun. Dicfcr Officier hat bei seinem Aufenthalte in,Menin beim Bombardement und beim Durchschlagen„Fähigkeiten und Talente, Bravour und unermüdeten„Eifer, verbunden mit einer bewundernswürdigen Geistes-gegenwart, gezeigt, so daß ich ihm allein den glücklichen„Ausgang der Sache verdanke. Er ist bei allen Aus-führungen der Erste und der Letzte gewesen, und ich„kann unmöglich erschöpfend beschreiben, von welchem„großen Nutzen dieser so sehr verdienstvolle Officier mir„gewesen ist"; und an den commandirenden General derhanöverschen Armee schrieb Hammersteiii, unter dem3. Mai, Folgendes: „Für den Hauptmann Scharn-horst ersuche ich Euer Epcellenz auf das Dringendste,„eine Gnade von Seiner Majestät zu erbitten, da dieser„Mann, wenn jemals Jemanden eine Belohnung für etwas„Außerordentliches geworden ist, sie jetzt im größten„Maaße verdient". Ein Ancrkenntniß, welches beidenhierbei beteiligten Personen die größte Ehre bringt, in-dem nicht alle Vorgesetzte mit solcher Uncigennützigkeitund Sclbstverlaugnung die Verdienste ihrer Untergebenenanzuerkennen pflegen; wenngleich Männer von echtemVerdienst wahrlich nicht nöthig haben, sich mit fremdenFedern zu schmücken.
Für jene glänzende That bei Menin erhielt unserScharnhorst von seinem dankbaren Herrn einen Ehren-säbel und ward zugleich zur Würde eines Majors imGeneralstabe befördert.