84
gencn Feind überflügelt, und erst nachdem er mit großerEntschlossenheit kämpfte und eine schmerzhafte Verwun-dung davon trug, sah er sich zum Ruckzuge genöthigt»Allein erst nachdem er dem ihm im Kommando folgendenGeneral den Oberbefehl über sein Korps übertragen hatte,überließ er sich den Händen feines Leibarztes. Hier wardes ihm leider nicht vergönnt, feine Persönlichkeit geltendzu machen, er thcilte vielmehr hier mit so vielen Andernden Unkergang des Ruhms der preußischen Armee, und esward ihm späterhin nicht einmal verstattet, an dem Glänzedes wiederkehrenden Sieges Theil zu nehme».
Mußte er sich hicrnächst, wie so viele seiner Unglücks-gefährten, dem allgemeinen Tadel preisgeben, indem mandamals nur zu geneigt war, alle Kriegsnnfällc in ein ge-hässiges Licht zu setzen, so fand der Selige doch in denAugen des Königs eine Rechtfertigung, da er ihn zumGeneral-Gouverneur in Preußen ernannte. Nach demFrieden von Tilsit crtheilte er ihm seinen Abschied, under zog sich auf seine Güter in Pommern zurück. ImJahre 1817 kam er auf die Einladung seines FreundesBlücher nach Berlin, wo er mich auch besuchte; krankund gebeugt, loderte sein Geist noch in hellen Flammenauf, glühte sein Auge und wiedcrhallte seine Stimme,von noch nicht gänzlich erloschener Kraft bewegt, wenner von» Vaterlande, von dessen wieder erzieltem Glanz,von dem Ruhme seines Freundes Blücher sprach.„Glauben Sie mir" — sagte er mir bei dieser Gele-genheit — „Blücher ist kein theoretischer, aber ein wahr-haft praktischer Soldat, der alle Eigenschaften eines„großen Feldherrn besitzt, und mit seinem unbestochencn