Druckschrift 
[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen
 

Welchen Einfluß seine Persönlichkeit ans seine hohenVerbündeten während des Krieges und während desKampfes ausübte, dafür bürgt die Beharrlichkeit, mitwelcher der Krieg gegen den Urheber alles bisher Europabetroffenen Unheils fortgesetzt ward, die Schlachten vonKulm*), Bar für Anbe w., und waren die Ergebnissedes glorreichen Kampfes für Deutschlands Sicherheit unddas Wohl seiner eigenen Staaten nicht so ersprießlich,als man es zu erwarten berechtigt war, so lag dies wohlmit an de» von Seiten des schlauen französischen Diplo-maten herbeigeführten Zerwürfnisse», die einen neuen un-heilbringenden Brand anzuzünden drohten.

Friedrich Wilhelms Waffe» ruhen nunmehr, imSonnenglanz des Friedens lebt sein Volk, er baut derWeisheit Altäre, pflegt die Künste und Wissenschaften,wiegt das Recht des Fürsten, so wie das des Bettlers,auf gleicher Wage, ordnet die Finanzen, er mehrt dasHeer und entwickelt durch eine weise Organisation dessel-ben und durch eine zeitgemäße Volksbewaffnung eineMacht, die eigentlich weit über das Vedürfniß hinaus-geht, ohne jedoch für das Land drückend zu werden;denn Preußen befindet sich durch seine äußere politischeStellung zu andern mächtigen Staaten in einer Lage, die

*) Ob folgende Mittheilmig eines Augenzeugen (siehe Geschichteder Kriege in Eueopa seit dem Iahee I7S2, zehnter Bandin zwei Thcilcn, der 1842 erschien), daß der Konig, als dierussischen Garden nach einem zweimalige» vergeblichen An-griff zögerten, den dritten zu beginnen, mit den Worten:Mit mir werden sie wohl gehen", sich an ihre Svihe ge-setzt nnd dadurch das Gefecht zum Stehen gebracht, authen-tisch ist, vermag ich weder zu bejahen, noch zu verneinen, Siehe Beilage 7,