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[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
Seite
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blick, sondern tvril er in seiner Anspruchslosigkeit keinenFehltritt thnn, nichts übereilen, überwältigen, und miteinem Worte gesagt, den gordischen Knoten nicht ohnedie gemessenste Ueberlegnng durchhauen wollte. Mankann es aber wohl begreifen, daß alles bisher Erlebteihn mißtrauisch gegen seine eigenen Einsichten und Erfah-rungen, so wie auch selbst gegen die anderer Menschenmachen mußte, bis ihn dann schwierige Collisionsfallezum eignen Handeln und folglich zur thatigen Einschrci-tung zwangen, welches alsdann stets zum allgemeinenBesten ausfiel, denn die gewissenhafteste Erfüllung seinerRegentenpflicht ging ihm über Alles.

Einer dieser wichtigen Collisionsfalle trug sich unterandern im Jahre 1812 zu, wo der König sich nothge-drungen durch einen schwer auf dem Staate lastendenVertrag mit Napoleon verbunden hatte*) und dieversprochene Ratification desselben aus Paris zur ver-sprochenen Zeit nicht eingetroffen war, sondern vielmehrwahrend der Zeit die französischen Armcecorps sich vonallen Seiten in Bewegung setzten und den König mitseinem, nur aus 8000 Mann bestehenden Corps gleichsaminmitten seiner Residenzen eingeschlossen hatten. Die Fran-zosen hatten nämlich die Besatzungen der Oderfestungenvon 10,000 Mann auf 23,000 Mann vermehrt undStralsund am 27. Januar 1812 wieder befetzt, und

') Dieses Schuhbündniß vom 24, Februar 1812 war französi-scher ScitS langst in Rede gestellt. Bereits am 24,Marz 1814hatte Hardenberg mit dem französischen Gesandten des-halb confcrirt. Napoleon zögerte indessen mit dem Ab-schluß bis zu dem Augenblicke, wo er mit seiner ArmeePreußen überschwemmen und seinem Willen Nachdruck gebenkonnte. Unter so bcwandtc» Umstanden gab cS allerdingskeine Wahl mehr.