Druckschrift 
[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
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eine Königin, die ihres Gleichen nicht hatte; eine für dasWohl ihres Gatten und ihrer Kinder stets auf das liebe-vollste bemühte Gattin und Mutter, die leider nur dasOpfer unaussprechlicher Leiden war, und deren Verluster und sein Volk nicht verschmerzte. Auch trug er siestets in und auf seinem Herzen; denn ihr Vildniß hatteer sinnig unter dem Mittclschilde seines Orbenssterns an-bringen lassen, und heute rufen noch (Vielen unbekannt)einzelne Striche in den mit Eichenlaub verzierten Ordens-zeichcn den Tag ihrer Geburt und ihres Dahiuscheidensin unser Gedächtniß zurück, daher der Werth, den derHöchstselige auf dies Emblem setzte.

Mit ähnlichen geistigen und moralisch ausgebildetenAnlagen bestieg nun Friedrich Wilhelm der Dritteden durch den Tod seines Vaters erledigten Thron, undzwar in einem Zeitpunkte, der nicht allein für Deutsch-lands Schicksal, sondern auch besonders für seinen Staatin so mancher Beziehung kritisch war; denn die Finanzendesselben waren erschöpft, und es lasteten bereits bedeu-tende Schulden auf solchem; auch ward er von allenSeiten unter den glänzendsten Anerbietungen gedrängt,den von Seiten seines Vaters mit Frankreich geschlossenenFrieden zu brechen und von seinem Ncutralitatssystemabzugehen; allein nichts vermochte, ihn in den einmaleingegangenen Verpflichtungen wankend zu machen. Da-gegen war er sofort bemüht, brauchbare und zuverlässigeDiener an das Staatsrudcr und an die Spitze aller Ver-waltungszweigc zu setzen nud die frühcrn Günstlinge zuentfernen. Er berief den auf seine Güter sich zurückge-zogenen ehemaligen Minister Friedrichs des Großen,