Druckschrift 
[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
Seite
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liehen Eifersucht frei, in alle» nur möglichen Zweigen derStaatsregierung einweihen, selbst chatig arbeiten liest undihm von Zeit zu Zeit, d. h. bei Gelegenheit einer langernAbwesenheit aus seinen Staaten, die Zügel der Negierungauf eigene Verantwortlichkeit anvertraute, durch welcheweise Mastrcgeln er dem künftigen Thronfolger wahrendzwanzig Jahre hindurch die Gelegenheit an die Handgab, sich zum künftigen praktischen Selbstherrscher aus-zubilden.

Im Jahre 17V3 ward er als Kronprinz mit seinemBruder Ludwig nach dem Rheine berufen, um dem zneröffnenden Feldzuge gegen die Franzofen beizuwohnen.Er befehligte bei dieser Gelegenheit ein besonderes Korps,mit welchem er vom Mcnat August bis zum Monat De-ccmber desselben Jahres die Festung Landau eingeschlossenhielt, beim Rückzüge der Oestcrreichcr über den Rhein abergezwungen ward, die Blokade aufzuheben. Seine Anord-nungen zeugten von Einsicht, und da, wo es galt, bürgtesein Benehmen für den feinem Stamme angcborncn Much,wenn gleich die Umstände es ihm nicht verstattetcn, Lor-beeren hier einzuernten. Dagegen ward ihm beschicken,eine andere Eroberung zu machen, die wahrend sicbenzehnJahren fein Lebensglück begründete, und eine wohlthatigeRückwirkung auf das ganze prcustische Vaterland aus-übte; ich meine seine Verbindung mit der ältesten Toch-ter des damaligen regierenden Herzogs von Mccklenburg-Strelitz, die er in Darmstabt kennen lernte, die unver-gestliche Luise; eine Fürstin, die zn ihrer Zeit die Blü-tenkronc ihres Geschlechts war, die holdseligste, amnu-thigstc der Frauen; eine Erscheinung, die den Glanz desThrones nicht bedurfte, um alle Herzen zu gewinnen;