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den Kopf; allein fein Urtheil war stets das des beschei-denen Mannes, der nur zufällig oder nothgedrnngen seineMeinung sagte und feine Ansicht ininier dem UrtheileAnderer, denen er mehr Einsicht als sich zutraute, an-heimstellte. Ich hatte gar bald Gelegenheit, mich vondem hier Aufgestellten zu überzeugen, denn ich hatte kaumeinige Wochen meine Berufsgeschäfte angetreten, als derKonig sich gegen mich über den General von Nüchel*),meinen ehemaligen Jnfpectcur, und den unglücklichenFeldzug von 1806 ausließ. Ich suchte nun die gutenEigenschaften dieses unglücklichen Feldherrn so viel alsthunlich herauszuheben und den traurigen Ausgang jenesFeldzuges mehr auf Zufälligkeiten, als auf Mangel anVravour von Seiten der Truppen zu setzen, wie diesesich auch überall da gut schlugen, wo sie zweckmäßig an-geführt wurden.
Bei dieser Unterredung, die wohl eine Stundedauerte, hatte ich alle Gelegenheit, eindringende Blicke indie großen Einsichten und in das wahrhaft goldene Ge-müth des hochherzigen Monarchen zu thun. Besondersbeachtenswcrth schien mir unter andern folgendes frei-müthige Vekenntniß des Königs zu sein. „Nüchel" —sagte er bei dieser Gelegenheit— „war im Grunde seines„Herzens ein braver, patriotisch gesinnter Mann, der„es mit mir und dem Staate gut meinte, und nächst„vieler Umsicht auch schöne militairische Kenntnisse besaß,„uud daher schon früh die Aufmerksamkeit des großen„Königs auf sich gezogen hatte, der es nicht unter seiner„Würde hielt, ihm persönlich Unterricht in der höhern
*) Siehe Beilage 1