Druckschrift 
[Hauptbd.] (1843)
Entstehung
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Treffend waren stets die Bemerkungen, die er überseine eigenen Kinder, über die Individuen seiner nächstenUmgebung und selbst über sied ihm vorstellende Fremdemachte. Besaß er auch die Kunst, die lächerliche Seitevon einem Individuum oder einer Sache abzugewinnen,so war er so gutmüthig, daß er meistens die gute Seiteheraushob oder die berührte schwache durch den Zusatz:Ist dabei doch ein braver, tüchtiger Mann" zu mil-dern suchte. Auch sah er es nicht gern, wenn man Je-mand in seiner Gegenwart angriff oder lächerlich machte,und freute sich alsdann, wenn ein Dritter dessen Urtheilzum Vortheil des Angegriffenen berichtigte und ihm an-dererseits wiederum Gerechtigkeit widerfahren ließ. Hatteer etwa selbst eine vorgefaßte Meinung gegen ein Indi-viduum oder irgend eine Sache, die ihm vielleicht ineinem unvorthcilhaftcn Lichte vorgestellt worden war,dann nahm er auch Belehrung an, und pflegte dann wohlzu sagen:Es ist mir lieb, daß Sie mir diese Ansichtaufgestellt haben, ich hätte sonst dem Manne unrechtgethan". Als er eines Tages in Potsdam ei» Gefechtrckapitnlirte, bei welchem angeblich ein Kavallerie-Regi-ment seiner Erwartung nicht ganz entsprochen haben sollte,da nahm sich der anwesende dicnstthuende Adjutant mitgrößter Wärme desselben an und suchte den König vomGegentheile zu überführen, welches nicht nur gelang, son-dern was ihm auch der Monarch sehr gut aufnahm.Referent fand ebenfalls einige Male Gelegenheit, ähnlicheVorfälle zu ergänzen oder in ein günstigeres Licht zu fez-zcn, welches dann auch stets mit der bereitwilligsten Auerskenntniß von Seiten des gnädigsten Herrn aufgenommenward.