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Erhöhung der Etats für seine Kinder zu erzielen, undwo er alsdann dasjenige, was er für überflüssig hielt,zu durchstreichen pflegte. Er konnte dann wohl, wennihm ein solcher Etat vorlag, mit dem Ucberfender dessel-ben schmollen, und sprach mitunter wohl längere Zeitnicht mit ihm. Ich ließ mich aber hierdurch, auf seinengeraden Sinn und seine Gerechtigkcitslicbe vertrauend,nicht irre machen, schlug allerdings nur das Nothwen-digste vor, und kommeutirte in meinem Schreibe» Artikelvor Artikel so kurz und bündig als möglich, und hattestets das Glück, meinen Zweck zu erreichen und mirhierbei das Allerhöchste Wohlwollen zu erhalten.
Die Thronbesteigung seines Vaters, durch welche ernunmehr Kronprinz ward, änderte seine Lebensweise nicht,und eben so wenig übten die nun erfolgenden Hoffesteirgend einen wesentlichen Einfluß auf solche aus; dennder Widerwille, den er bereits als Knabe gegen alle undjede schimmernde Repräsentation empfunden hatte, bliebsich gleich. Inmitten des Glanzes aller Prunkfeste blieber anspruchslos, einfach und schlicht, und fühlte sich nurglücklich im Kreise von Auserwählten, die ahnliche Ge-sinnungen mit ihm theiltcn und seinem Herzen verwandtwaren. In spätern Jahren nahm sein Gemüth an Fülleder reinsten und erhabensten Empfindungen, an reicherMenschenliebe, an einem hohen Reichthum von Güte undWohlwollen zu.
Verstanden es damals auch Manche nicht, ihn inallen seinen so schätzenswerthen Charaktereigcnthümlich-keiten zu würdigen, so ward es mindestens zweien aus-gezeichneten Fremden vorbehalten, ihn schon früh zu er-kennen und tiefe Blicke in seine Seele zu thun; denn so