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„tage ein Resedatöpfchen, sechs Dreier an Werth, nnd„wollte mein Hofmeister mir einmal etwas zu Gute thun,„dann führte er mich nach dem Schulgarten nnd ließ„mir dann für einen, oder wenn's hoch kam, für zwei„Groschen Kirschen geben." Dies ging zwar von Mannernaus, die wahrscheinlich dürftig geboren oder engherzigerzogen worden waren, und sich folglich nicht bis zu demStandpunkt ihrer Zöglinge zu erheben vermochten. Un-begreiflich ist es aber, wie Friedrich der Große,dieser in jeder Beziehung so ausgezeichnete und weiseKönig, auch in dieser Beziehung den künftigen Thron-folger so engherzig behandeln konnte; denn so erzähltemir eines Tages der König, wie sein Großonkel ihm ineinem Augenblicke guter Laune hundert Thalcr in allennur möglichen preußische» Münzsorten geschenkt habe.Dies war unköniglich gehandelt, und muß man es daherum so mehr bewundern, wenn der König späterhin, je-doch mit steter Berücksichtigung einer weisen Sparsamkeit,da wo es galt, stets freigebig war. Dessen ungeachtetließ aber Friedrich Wilhelm seinem Großonkel stetsdie größte Anerkennung widerfahren; denn so sagte erunter andern bei einer schicklichen Gelegenheit, nachEylert's Mittheilung, von ihm: „Mit einem Worte, an„diesem Herrn war Alles großartig, Alles Ausfluß seiner„festen Grundsätze".
Wußte er auch stets da, wo es galt, als König auf-zutreten, so vermied er dennoch gern auch jeden Scheinvon Ostcntation, und dehnte auch diese Ansicht auf fämmt-liche Mitglieder seiner Familie aus; besonders strengewar er in dieser Hinsicht in dem verhängnißvollcn Zeit-abschnitt von 1L06 bis 1L13, wo es schwer hielt, die