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Heinrich Heine und Der Rabbi von Bacharach
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diejenigen, welche sich widersetzen. Am 6. Mai jenes JahresWarden drei Juden van Bacharach auf diese Weise erschlagen.

Die zweite Judenverfolgung in Bacharach fand zu Ende des drei-zehnten Jahrhunderts statt.Der in Mainz entfesselte Blutwahnzog damals würgend durch die Gaue des Rheins. Nach Vor-spielen in Mellrichstadt, Rockenhansen und Kreuznach (31. März1283) erhob in den ersten Wochen des April desselben Jahresder Haß seine bittere Anklage. Die Juden, welche mau des Kindes-mordes zieh, erflehten Schutz vom Kirchenfürsten, den dieser auchzusagte. Doch mächtiger als er waren die Anklagen der Juden-feinde, au deren Spitze ein Ritter, Herbord von Ulm, genanntRing, nach seiner Angabe ein Verwandter des in Mainz todtaufgefundenen Knaben, stand. Und so war dem Ausbruch derLeidenschaften nicht mehr entgegenzutreten."

An demselben Tage, an welchem die Mainzer Inden das Unglück erreichte, am zweiten Ostertage (12. April 1283), wurdenin Bacharach 1205 Juden erschlagen. Das Martyrologium vonMainz zählt einfach ihre Namen auf; kein Wort von ihren Helden-thaten, kein Wort von ihren Leiden, aber in dieser einfachen Auf-zählung der Namen liegt eine Tragik der Weltgeschichte, wie siekein Dichter je erreichen kann. Und diese JudenverfolgungDiese Aufzeichnung lautet, nach Saalfeld, in wortgetreuer ÜbersetzungAn demselben Tage (an welchem in Mainz die Inden ermordet wurden)wurden in Bacharach 26 Personen getödteti R. Samuel, Sohn des R. Kalo-nymos, und seine Frau Mingot; der junge N. Mcir, Sohn R. Mardochais,und seine drei Kinder; N. Samuel, Sohn R. Benjamins, und seine TochterBruna; Frau Sara, Witwe R. Josephs; der Gesetzesrolleuschreiber R. MeirHalevi; der Knabe Chiskija, Sohn des Märtyrers R.Jacob, welcher in Lorchgetödtet wurde; die Jungfrau Ognr, Tochter N. Solomons; das Waisenmädchen