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Heinrich Heine und Der Rabbi von Bacharach
Entstehung
Seite
21
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Werk. Es war so gut wie vollendet, als das Manuscript 1833 inHamburg verbrannte. Das dritte Capitel ist 1840 entstanden, undHeine mochte wohl damals den Versuch unternommen haben, dasWerk zu vollenden; es war dies aber ein Unternehmen, das inden veränderten Lebensverhältnissen und bei seiner damaligen Lagewohl kaum gelingen konnte.

II.

Nachdem wir die Geschichte des Fragments kennen gelernt,wollen wir nun das Werk selbst einmal näher betrachten, das auchals Torso noch das uugetheilte Interesse, ja die aufrichtige Be-wunderung aller Leser verdient. Als Heine den vierten Theil desSalon" zugleich mit seinem Buche über Börne in die WelthiuauSschickte, hegte er die Hoffnung,^) daßdas unschuldigeLamm" von dembrüllenden Löwen" mit fortgerissen werdenwürde, aber diese Hoffnung täuschte ihn. In dem betäubendenLärm, den seine Schrift gegen Börne hervorrief, ging der vierteTheil desSalon" vollständig verloren. DerRabbi von Bacha-rach" blieb ein Stiefkind der Kritik bis auf diesen Tag. Keinerder Beurtheiler Heine's hat sich eingehend mit demselben befaßt;die meisten drückten sich mit einigen billigen Lobsprüchen an demWerke vorüber. Dabei ist es interessant, zu beobachten, wie geradedie größten Gegner Heine's dieses Werk am meisten loben. Unterdiesen nimmt Karl Goedeke sicher wohl den ersten Platz ein. Erschreibt darüber:^)Es ist zu bedauern, daß diese Arbeit nichtüber die Anfänge hinaus gefördert wurde, da sie unter Allem,

") Ib. 153.

Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung, Bd. III, S. 449.