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erhalten habein Auch die Thatsache, daß die Juden schon zurRöinerzeit in Bacharach gelebt haben, ist nicht unwahrscheinlich.Sicher bestand dort erst seit dein Jahre 1019 eine jüdische Ge-meinde, 6") Dieselbe hatte im Mittelalter viel zu leiden, und esdürfte bei diesem Anlasse nicht unpassend erscheinen, ein kleinesBild dieser Leidensgeschichte einer jüdischen Gemeinde während desMittelalters zu entrollen.^)
Die erste Judenverfolgung in Bacharach fand Anfangs Mai1147 statt. Die Saat des Hasses, welche der französische MönchRudolf, den Rhein entlang wandernd, während des zweiten Krenz-zuges ausgestreut hatte, reifte vor Allem in Bacharach zur blutigenErnte heran. Die Burg Staleck wurde ihnen zwar zum Schutzüberlassen, sobald sie sich aber aus ihrem Asyl entfernten, lauertendie Wallbrüder ihnen auf, schleppten sie zur Taufe und tödteten
Für die rheinischen Sagenelemente im Roman konnte Heine mir diebeiden folgenden Werke benutzen: Niklas Vogt: Rheinische Geschichten undSagen (Frankfurt a. M. 1817. III.), und A. W. Schreiber: Sagen ans denNheingegenden (Heidelberg 1319). Daß Heine das letztere Werk benutzt, erklärter selbst in den „Elementargeistern" (V. 333) anläßlich derselben Sage» desWisperthales, die auch Frau Sara von der Mnhme aus Lorch erzählt wurden(IV. 233). Dabei tritt ihm „die rheinische Heimat wieder recht lachend undblühend ins Gedächtniß", die er von Kindheit an innig geliebt, und der er auchnoch auf der Matratzengrnft mit gleicher Liebe gedenkt.
°2) Vgl. Aroninns, Negesten, S. 114 und 248.
62) Ich verdanke die hier folgenden Mittheilungen einem vortrefflichen Auf-satze, den der gelehrteste Kenner dieser Geschichte, Herr Rabbiner Dr. Saalfeld inMainz, eigens zu diesem Zwecke für mich geschrieben hat, und dessen Veröffent-lichung um des allgemeinen Interesses willen, das die Materie bietet, sicher zuwünschen wäre. Dort sind auch alle Quellen über die verschiedenen Judenver-folgungen in Bacharach im Einzelnen genau angeführt.