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Heinrich Heine und Der Rabbi von Bacharach
Entstehung
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ist, als man van einem Baß zu verlangen braucht", und endlichder fein und siiß trillernde Discant-Säuger. Dann die „Weiber-schut"! Das ist nämlich die besondere Abtheilung für Frauen inden alten Synagogen, Eine ganze Galerie von Frauengestaltenauö dem Ghetto wird uns hier mit erfrischendem Humor vor-geführt. Oft zeichnet der Dichter diese Gestalten nur mit wenigenStrichen, gleichwohl alhmen sie Alle volles Leben, und man wirdniemals die Empfindung los, daß diese Gestalten auf wirklicheModelle zurückzuführen sind, die ihm zu seinen Bildern gesessenoder auch nicht gesessen haben.

Ein sonniger Humor liegt vor Allem über der Gestalt derSchnapper-Elle. Mit wahrem Behagen verweilt der Dichter beidieser Schilderung; hier hört die Schnurre und die Anekdote auf,und die echt humoristische, die volle künstlerische Wirkung nimmt unsAlle gefangen. Schnapper-Elle und Nasenstern, Trommelhaus undder Narr Jäckel sind neben Hirsch Hyacinlh und dem MarcheseGumpelino lebendige und wahrhaftig sehr drastische Zeugen einerGestaltungskraft, die der Rahmen des lyrischen Empfindungslebenswohl zu sprengen und „Menschen zu formen" vermocht hat nachseinem Bilde: ein Geschlecht, das, ihm gleich, zu leiden, zu weinenzu genießen und sich zu freuen und keiner Schranke zu achten, wieer, der Schöpfer selbst. Ein Reichthum von charakteristischen Zügen,von denen jeder einzelne genügen würde, die Gestalt lebenskräftigvor uns aufsteigen zu lassen, ist über die Bildergalerie der „Weiber-schul" ausgebreitet. Da ist zunächst die „Borklatscherin" HündchenReiß, eine glatte, grünliche Frau, die jedes Unglück witterte undimmer eine scandalöse Geschichte auf der Zunge trug. Dann folgtVögele Ochs, „eine runde, etwas täppische Frau", ferner Süschen