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„die übermäßige formlose Fülle von subjectiver Gemülhserregnng",die Heine gegeben war, sich in der Lyrik am reinsten auslebenmußte, daß dieselbe aber im Drama wie im Roman die Knnst-form sprengen und „hoffnungslosen Schiffbruch" erleiden mußte.„Anstatt einzusehen, daß jene strengen Kunstformen — Dramaoder Roman — eben nicht für ihn taugen, weil sie das Snbjectivein solcher Fülle nicht vertragen, glaubte er den Knoten gelöst zuhaben, wenn er einfach das Snbjective ganz herausstreicht. InWahrheit unterbindet er sich damit die Herzader. Das Werk, dasentsteht, ist allerdings objecliv, aber es ist nicht objectiv in demSinne, daß es eigenes Leben hätte, sondern es ist vom erstenSatze an todt, leer, schattenhaft, ohne Blut und Wärme." Dasist ein hartes Urtheil, und ich glaube nicht, daß viele Leser, dieunbefangen an das Werk herantreten, dasselbe billigen werden.
Der „Rabbi von Bacharach" ist nach eigenem Geständnis; einDenkmal der Liebe dcö Dichters zu seinen Stammesgenossen, einerLiebe, die sich manchmal allerdings recht seltsam äußert, die aberin unbewachten Augenblicken um so stärker hervortritt, je eifrigersie sich vorher zu verbergen suchte. Es liegt über dem Werke derHauch der Stimmung, die Heine in jenen Tagen erfüllte, daer leichtsinnigerweise die Glanbcnscocarde wechselte. Es tritt diesam deutlichsten in der Selbstschilderung, welche Heine unterfremder Maske in dem Roman entworfen hat, hervor. Und erbehauptete nicht zu viel, wenn er dem Freunde, der an dem Werkeso lebhaften Antheil nahm, wenn er Moses Moser erklärte, daßnur er allein dies Werk schreiben konnte. Als Heine seinen„Rabbi" zu schreiben anfing, lag der historische Roman in Deutsch-land sozusagen noch in seinen Anfängen. Für den psychologischen