einen ganz anderen Ton gestimmt ist als die beiden ersten. KeinZweifel, daß dasselbe erst 1840 entstanden.
Am 17. Jnli d. I. bietet Heine seinem Verleger den viertenThcil des „Salon" an. Er schreibt darüber:^) „Der vierte Theilbesteht 1. ans einem ungedrnckten Sittengemälde, wovon ich nnrnoch ein Fragment besaß (der Rest verbrannte bei meiner Mutter)und welches ich hier ergänzen wollte. Ich ergänze es jetzt noth-dürftigst, eS wird etwa sieben bis acht Bogen betragen, und ichschicke Ihnen das Manuscript in zwei Sendungen mit der Brief-post." Drei Tage später schreibt er an denselben:^) „Ich habedieses mittelalterliche Sittengemälde vor etwa fünfzehn Jahren ge-schrieben, und was ich hier gebe, ist nur die Exposition des Buches,das bei meiner Mutter verbrannt ist — vielleicht zu meinem Besten.Denn im Verfolge traten die ketzerischesten Ansichten hervor, diesowohl bei Inden wie Christen viel Zetergeschrei hervorgerufenhätten." Und abermals drei Tage später:^) „Ich hoffe, daß Ihnender Rabbi gefällt, und ich glaube, daß das Thema zeitlicheInteressen und Sympathien berühren wird; wenigstens wird dasBuch als ein beachtenswertheS Originalwcrk unter meinen anderenBüchern eine honette Stellung einnehmen."
Das ist Alles, was wir von Heine über seinen „Rabbi"hören, und wir sind nunmehr wohl zu diesen Schlußfolgerungenberechtigt: Der „Rabbi von Bacharach" war Heine's erstes Prosa-
IX. 158.
2S) Ib. 159.
Ib. 16V. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß die Erzählung in derersten Original-Ausgabe den Titel: „Der Rabbi von Bacherach" trägt. In denspäteren Ausgaben heißt es immer: Bacharach.