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Heinrich Heine und Der Rabbi von Bacharach
Entstehung
Seite
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mich gemacht, habe ich den 11. September in folgender Reflexionangedeutet:

(An Edom!)

Ein Jahrtausend schon und längerDulden wir uns brüderlich;

Du, Du duldest, daß ich athme,

Daß Du rasest, dulde ich.

Manchmal nur, in stillen Zeiten,

Ward Dir wunderlich zu Math,

Und die liebefrommen TätzchenFärbtest Du mit Deinen» Blut!

Jetzt wird nnsre Freundschaft fester,

Und noch täglich nimmt sie zu,

Denn ich selbst begann zu rasen,

Und ich werde fast »nie Du!

Aber wie ein Wort das andere gibt, so gibt auch ein Versden anderen, und ich will Dir zwar unbedeutendere Verse mit-theilen, die ich gestern Abend machte, als ich über die Weendcr-straße trotz Regen und Wetter spaziren ging und an Dich dachte,und an die Freude, wenn ich Dir mal den Rabbi zuschicken kann,und ich dichtete schon die Verse, die ich aus den weißen Umschlag

") Das Autograph dieses Gedichtes befindet sich jetzt in ineinen» Besitzeund ich möchte danach einige Fehler berichtige»», die aus den» ersten Abdruck(Briefe von Heinrich Heine an seinen Freund Moses Moser, S. 114 ff.) sichin alle Heine-Ausgaben eingeschlichen haben. Z. 4 ist das Wortrasest" vomDichter ^unterstrichen. Z. S lautet wörtlich: Freilich oft iu dunkeln Zeiten.Z. 6 heißt es war statt ward. Z. 7 heißt es lieben, frommen statt liebefrommen.Z. 8 ist die Variante tauftest statt färbtest wieder durchgestrichen, (mit DeinemBlut" ist I. o. wohl nur ein Druckfehler.) Z. 9 heißt es ist statt wird.