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schütte und Feindseliges herbeirufe. Aber eben auch, weil es ausder Liebe hervorgeht, wird es ein unsterbliches Buch werden, eineewige Lampe im Dome Gottes, kein vcrprasselndes Theaterlicht.Ich habe viel Geschriebenes in diesem Buche wieder ausgelöscht,jetzt erst ist es mir gelungen, das Ganze zu fassen, und ich bittenur Gott, mir gesunde Stunden zu geben, es ruhig niederzu-schreiben. Lächele nicht über dieses Gackern vor dem Eierlegen.Lächele auch nicht über mein langes Brüten, so ein gewöhnlichesGänseei (ich meine nicht Dr. Gans) ist schneller ausgebrütet,als das Taubenei des heiligen Geistes. Du hast vergessen, mirpaar Notizen mitzutheileu, die ich in meinem letzten Briefe zumBehuf des Rabbi verlangte. Dem Dr. Zunz lasse ich für seineMitthcilung über die spanischen Juden tausendmal danken. Ob-schon sie höchst dürftig ist, hat Zunz mir doch mit einem einzigenscharfsinnigen Wink mehr genutzt, als einige vergeblich durchstöberteQuartbände, und er wird unbewußt ans den Rabbi influcnzirthaben.
Da Zunz kein Formelmensch ist, so kann ich einen besonderenBrief sparen, indem ich Dir mittheile, was Du ihm sagen sollst.Dieses besteht noch darin: 1. daß ich ihn liebe, 2. daß ich ihnschätze, 3. daß ich wünsche, er Hütte die Güte, mir anzuweisen,wo ich gute Notizen finde über die Familie der Abarbanels (auchAbravanelS genannt). — Im Baönage habe ich wenig gesunde».Die schmerzliche Lectüre des Basnage ward Mitte vorigen Monatsendlich vollendet. Was ich spcciell suchte, habe ich eigentlich nichtdarin gefunden, aber viel Neues entdeckte ich und viele neue Ideenund Gefühle werden dadurch in mir aufgeregt. Das Ganze desBuches ist großartig, und einen Theit des Eindrucks, den es auf