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Heinrich Heine und Der Rabbi von Bacharach
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selben Jahres schrieb er Moser, daß er fleißig Chroniken lese,und im Mai 1823 erwähnt er bereits als Hauptqnelle für seineStudien die Geschichte der Juden von Basnage. ") Er ist alsoohne Zweifel schon ein Jahr früher an diese Arbeit gegangen, undes ist nicht unmöglich, daß der Durchfall desAlmansor" dieäußere Anregung dazu gegeben hat.

Während Moser sich nun der Hoffnung hingab, daßderRabbi" fast vollendet sei, belehrte ihn ein Brief Heine's vom25. October desselben Jahres, daß der Roman noch immer nichtüber das erste Drittel hinausgekommen. Dieser Brief ist für denCharakter des Werkes selbst von maßgebender Bedeutung. Ichmuß ihn daher ganz citireu:

Blutwenig habe ich diesen Sommer geschrieben. Ein paarBogen au den Memoiren. Verse gar keine. Am Rabbi wenig, sodaß kaum i/z davon geschrieben ist. Er wird aber sehr groß, wohlein dicker Band, und mit unsäglicher Liebe trage ich das ganzeWerk in der Brust. Ist es ja doch ganz aus der Liebe hervor-gehend, nicht aus eitel Ruhmgier. Im Gegentheil, wenn ich derStimme der äußeren Klugheit Gehör geben wollte, so würde iches gar nicht schreiben. Ich sehe voraus, wie viel ich dadurch ver-

l°) VIII. 420.

") VIII. 373.

Ib. 438 ff. Interessant ist auch sein Urthcil über BaSnage, VIII. 434.Anch die Romanze: Donna Clara (I. 191) ist ein Beweis hicfür. Dieselbeist im Herbst 1823 entstanden. sVIII. 103.) Mit dem dort citirtenAbrahamans Saragossa" hat Heine übrigens vielleicht jenen Abraham gemeint, dersich ca. 825 dem Kaiser Lndwig empfahl nnd in dessen Schutz aufgenommenwurde. (Lßbrneus ^.brg,bam, lurbitans in oivitats das5!rr-.4uKusw.) Vgl.Aronins, Regcsten zur Geschichte der Inden, S. 32 ff. u. 3.