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jamin von Tudela, der jetzt auf meinem Tische herumreist, läßtDich herzlich grüßen, er wünscht, daß ihn Znnz mal bearbeite undmit Übersetzung herausgebe. Die Übersetzung und Bearbeitungvom französischen Dr. Witte, die ich vor mir habe, ist unter allerKritik schlecht, nichts als Schulknabenwitz.Uber die FrankfurterJuden war mir der Schndt sehr nützlich; ich habe beide Qnart-bände ganz durchgelesen und weiß nicht, ob ich mich mehr geärgertüber das Rischeß, das über jedes Blatt ausgegossen, oder ob ich michmehr amüsirt habe über die Rindviehhaftigkeit, womit das Rischcßvorgebracht wird. O, wie haben wir Deutsche uns vervollkommnet!Es fehlen mir jetzt nur noch Notizen über die spanischen Judenim 15. Jahrhundert und besonders über ihre Akademien in Spanienzu dieser Zeit; wo finde ich was? oder besser gesagt, 50 Jahrevor ihrer Vertreibung. Interessant ist es, daß dasselbe Jahr, wosie vertrieben worden, das neue Land der Glanbensfreiheit, näm-lich Amerika, entdeckt worden."
Man ersieht aus dieser Mittheilung mit ziemlicher Sicherheit,daß Heine schon längere Zeit vorher am „Rabbi" gearbeitet undbereits den dritten Theil vollendet hatte. Schon im Februar des-
2) Heine meint die Uebersetzung von I. P. Baratier, Vo^aZes 6s Rubi,Lsnjamin Iiis 6s Ions, 6s 1u6sls sn kuropg. Amsterdam 1784. II. Vol.Baratier wurde 1721 geboren und schon 1731 als Student ans der UniversitätAltdorf immatricnlirt. Daher der Vergleich mit Carl Witte, der ebenfalls alszehnjähriger Knabe die Universität Leipzig besuchte. Das Jtinerarium vonB. v. T. ist erst 184U von A. Asher in einer wissenschaftlichen Bearbeitungmit Noten von Znnz, Rappaport u. A. herausgegeben worden. Eine gute deutscheUebersetzung fehlt heute »och.