— 168 —
namentlich die von Schubert komponirten Lieder vonHeinrich Heine, welche hier am beliebtesten sind, aberdie Texte sind so entsetzlich übersetzt, daß der Dich-ter herzlich froh war, als er erfuhr, wie wenig dieMusikverleger sich ein Gewissen daraus machen, denwahren Autor verschweigend, den Namen einesobscuren französischen Paroliers auf das Titelblattjener Lieder zu setzen. Es geschah vielleicht auchaus Pfiffigkeit, um nicht an Droits ä'autöur zuerinnern. Hier in Frankreich gestatten diese demDichter eines komponirten Liedes immer die Hälftedes Honorars. Wäre diese Mode in Deutschlandeingeführt, so würde ein Dichter, dessen „Buch derLieder" seit zwanzig Jahren von allen deutschenMusikhändlern ausgebeutet wird, wenigstens vondiesen Leuten einmal ein Wort des Dankes erhaltenhaben. — Es ist ihm aber von den vielen hundertKompositionen seiner Lieder, die in Deutschland er-schienen, nicht ein einziges Freiexemplar zugeschicktworden!"
Wenn Heine sich dabei der überschwenglichenDankesworte Beethovens an Matthisson erinnerte,für das „selige Vergnügen, das die himmlische