Unten murmelten die WogenWilde Zaubermelodeyn,
Süße Ahnungschauer zogenSchmeichelnd in mein Herz hinein,
Lausch' ich jetzt im Sang der Wogen,Klingt viel andre Melodeh:
Schöner Traum ist längst verflogen,Schöner Wahn brach längst entzweh.
Schau ich jetzt von meinem BergeIn das deutsche Land hinab:
Seh ich nur ein Völklein ZwergeKriechend auf der Riesen Grab.
Such' ich jetzt den goldnen Frieden,Den das deutsche Blut ersiegt,
Seh' ich nur die Kette schmieden,Die den deutscheu Nacken biegt.
Narren hör ich jene schelten,Die dem Feind in wilder SchlachtKühn die Brust entgegenstellten,Opfernd selbst sich dargebracht.
O der Schande! jene darbenDie das Vaterland befreit;
Ihrer Wunden heil'ge NarbenDeckt ein grobes Bettlerkleid!
Muttersöhnchen gehn in Seide,Nennen sich des Volkes Kern,
Schurken tragen Ehrgeschmeide,
Söldner brüsten sich als Herr'n.