zu befreien." Für diesen löblichen Zweck solltendie Studenten ein dreimal donnerndes Hoch aus-gebracht haben. Grund genug, um damals dieBehörden bis in die höchsten Spitzen in Bewegungzu setzen. Der Oberpräsident des Niederrheins,Graf von Solms-Laubach, ein überaus verständigerMann, war keineswegs zu auffälligen Schritten ge-neigt. Aber in Folge einer ihm zugehenden polizei-lichen Anzeige sah er sich genöthigt, dem eben ein-getretenen Rektor Augusti sein Misfallen über denVorgang auszusprechen, der sicher die Aufmerksam-keit der Ministerien erregen und Nachfragen veran-lassen würde. Er fordert den Rektor auf, zunächstdas Manuscript der Rede sich einhändigen zu lassen.Da dies durchaus nichts Anstößiges enthielt, wurdeam 21. November der Redakteur der DüsseldorferZeitung in Untersuchung gezogen. Dieser berief sichaber auf die Mittheilung Neunzig's; er habe, sagteer, in dem Briefe, den er übrigens nicht vorzeigenkonnte, nur wenige Ausdrücke verändert, nämlichdie bärtigen Musensöhne, die Neunzig mit ihrenZiegenhainern auf den Berg ziehen ließ, in einfacheStudenten verwandelt und von ihrer Ausrüstung
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