— 81 —
ein Berliner Theologe, in Worten, wie sie auf man-cher Canzel ohne Anstoß oder Aufsehen hätten ver-lauten können, zur Tugend und Religion, zumfleißigen Dienste im Dome des deutschen Volkesund im Tempel der Wissenschaft ermahnte, daraufhinwies, daß das Volk auf die blühende Jugendhoffe, und mit der Frage schloß, ob sich einer deinDienste des Vaterlandes entziehen wolle. DieseFrage wurde, wie sich denken läßt, allgemein ver-neint, alsdann von einem zweiten Redner ein Hochans den kurz verstorbenen Vater Blücher und diedeutsche Freiheit ausgebracht, ivorauf alles in Ruhein die Stadt zurück und auseinanderging. Schwer-lich würde jemand daran Anstoß genommen haben,hätte nicht Heiuc's Landsmann und Stubengenosse,Joseph Neunzig aus Düsseldorf, dem befreundetenRedakteur der Düsseldorfer Zeitung eine stark gefärbteBeschreibung des Festes geliefert, die dann von derzweiten Hand in einem Zeitungsartikel noch weiterverschönert wurde. Die eben angeführten Wortewaren zu dem Satze entstellt: „Brüder! Auf unsruht eine schwere Last, auf uns hofft und wartetdas Volk, um das gedrückte Vaterland vom Drucke
Hiiiser, Heine. g
I