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Aus dem Leben Heinrich Heine's
Entstehung
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VII
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niß gegeben, als er, dem so oft das Gegentheilzum Vorwurf gemacht wurde? Wo findet sich inder ganzen Literaturgeschichte ein zweites Beispiel,daß ein Dichter auf einem solchen Siechbett nichtallein seine dichterische Kraft behalten, sondern auchmit dem ganzen Ernst, der vollen Gewissenhaftig-keit eines Künstlers gearbeitet hätte?

Was von der Person des Dichters gilt, gilt nochmehr von seinen Werken. Nicht das Schlechte undGemeine, sondern das Große und Gute, das sieenthalten, giebt ihm de» Platz im Herzen seinesVolks und in der Literaturgeschichte. Streicht mandie vier oder fünf Dutzend Strafen, die er bessernicht geschrieben hätte, so bleibt noch immer genug,ihm unter den lyrischen Dichtern aller Zeiten eineder ersten, unter den Deutschen die zweite Stellenach Goethe anzuweisen. Selbst seine schlechtenEigenheiten sind für unsere Literatur nicht in sol-chem Maße gefährlich gewesen, wie man wohlhätte fürchten können. Niemand, auf den es an-kommt, hat sie nachgeahmt; Heine ist der einzigedeutsche Dichter geblieben, der es versucht hat, indie lyrische Poesie französische Vorbilder einzuführe»,