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2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
226
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nütz macht, wie dieö mit dcn von den Oesterreichmi an den Ufernder Donau aufgeworfenen Werken Hjoy der Fall war.

Läßt man bei einem Rückzüge steinerne Drücken hinter sich, dieman aus Mangel an Zeil nicht zersiohren kann, obgleich esauf die vorher (Arrik. Sprengen) angeführte Weise scdesmal,wenigstens versucht werden sollte scjt man sich mit seinem Ge»schütz zoo bis 400 Schritt hinter sie, und läßt die ihnen gegenüberstellenden Ka 'vnen blos mir Kugeln schießen die auf eine gedrängteKolonne eine weit fürchterlichere Wirkung thun. als die Kartetschcn.Der i§zteren bedienen sich die auf dcn Flügeln stehenden Batterien,weiche den 'Ausgang der Brücke flanguiren und auf diese WeisedenAufmarsch des FeindeS am leichtesten hindern können. Man mußjedoch dabei alles anwenden: das Geschütz gegen die Seitenschüsseder jenseits des Flusses ausgefahrenen feindlichen Artillerie zu decken,sei es nun indem man die Beschaffenheit des Terrains benuzt oderauch wohl sich 2 bis Z Fuß tief einschneidet, damit man nicht Ge»fahr läuft, so schnell demvntiret und außer VerlheidigungSstand ge»sezt zu werden.

Ueberschmicden der Ranonenbugeln (rebstkaxe ckes bov-leks) hat die Absicht, sie dichter und gleichförmiger, und zu demrikoschettiren. geschickter zu machen. Man glaubt zugleich, daß dieüberschmiedcten Kugeln dem Rost weniger ausgcsezt sind, und dieSeele der Geschütze nicht so aussurchcn. als die andern nicht über«schmiedeten. Man legt nemlich die Stückkugeln, so wie sie aus denFormen kommen, in einen Windofen mir abhängigem Hccrd, umsie nach und nach rothglühend zu machen und denn aus einen hohlenAm»dos mit einem ebenfalls cvnkanen Hammer zu übcrschmiedcn. DieSschon früher in Bayern gewöhnliche Verfahren ward 174z durchden Herrn von Rastaing mit nach Frankreich gebracht, und nufden Hohen Ofen von Hayange eingesührct, die damals die meh-reste Munition für die französische Artillerie lieferten. Ein solcherGlüh» Oes n braucht monathlich gegen Klaftern Holz, und wer»den z Monath erfordert, um das zehen monathliche Ausbringeneines Hohen Ofens ru überschmieden. Man beobachtet dieses Vcr»fahren auch in Absichr der Karretschenkugeln und hat es späterhinauch bei der Ocsterreichischen und Spanischen Artillerie nachgeah»met.

Es ist allerdings nicht zu laugnen, daß die Kugeln durch dasUedtt'chmieden wo sie um j bis Z Pfund in Verhältnis ihre»Kalibers schwerer werden mehr Dichtigkeit, eine vollkommenereKugelgestalt und glatte Oberfläche bekommen. Es ist jedoch nichtminder wahr, daß durch den Auswand des Feuermatcrials und desArbeitslohnes der Preis der Munition bedeutend vergrößert wird,ohne daß doch der dadurch zu erlangende Vorthcil ihn aufwieget.Wird die Munition, wie es jezl in Sachsen geschiehet, in Sand ge»formet und bei ihrer Uebernahmc die gehörige Aufmerksamkeit bco»dachtet; müßen auch die Kanonen, und Kartetschenkugeln durchaus