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2,2 (1812) P - Z
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mm, früher schon eine bedeutende Strecke des Flusses besetzt;laßt man einige Stunden vor dun Uebergange von allen Batterienein heftiges Feuer, besoudes wenn es die Breite des Flusseserlaubt mit Granaten und Kartetschen machen, um die feinv,lichen Truppen zu vertreiben. In dem Momente aber, wo die, Truppen eingeschifft sind und die Fahrzeuge vom Lande abließenwollen, feuern die vor den Uebeigangspunkten liegenden Batte-rien mit blinden Patronen, um ihre eigenen Leute nicht zu beschä-digen, und durch den Donner des Geschultes zu verhindern, daßder Feind das Geräusch der Ruder im Wasser nicht höret. DieKriegsgeschichte stellt uns mehrere Beispiele kühn unternommenerund glucklich ausgeführter Nebergängc dar, so wie den, GustavAdolphs über den Lech, Jourvans und Mörcaus über denRhein, und Napoleons beiLodi, Arcolc, Negensdurg und Wien,be> denen allen die Artillerie eine sehr wichtige Rolle spiclrec

So wie aber das Ge'chütz vorzügliche Mittel zu Begünstigungdes Ueberganges über einen Fluß darbietet, ist eS auch nur alleinim Stande, ihn zu verhindern. Hierzu aber ist dur aus noch,wendig, daß der Commcndant der Artillerie eine genaue Kcnntnißdeö dies- und jenseitigen Terrains, aller Fürthen und zum Brücken-schlägen taugliche» Orte, so wie aller nach beiden Ufern führendenSstege habe, um theils das schwerere Geschütz an den zweckmäßig-sten Punkte» aufzustellen, theils die Reserve Artillerie dergestalt inBereitschaft zu halten, daß sie sich möglichst schnell und auf demkürzesten Wege nach dem wirklichen Orte des Ueberganges begebenund den übergesetzten Feind mit einem wirksamen Feuer empfangenkann. Daß hiezu"überall, wo es ndthig ist, bequeme Wege ange-legt und die schon vorhandenen ausgebessert werden müssen, so vieles nur immer die Zeit erlaubt, darf kaum erst erinnert werden.

Sobald nun die Nachricht eingehet: daß der Feind an irgendeinem Orre Truppen versammlet; hält sich das leichte Geschütz lnBereitschaft, um wo möglich, die übersetzenden Fahrzeuge, noch«he sie diesseits landen können, in den Grund zu schiessen oder durchein lebhaftes Kartctschenfener den Brückenbau zu hindern. WäredieS nicht möglich; wirb das Geschütz so gestellt, daß man wenig-stens den Ausgang der Brücke beschießen und die aufmarschieren-den Truppen beunruhigen kann. Zugleich werden Sprcngmaschi-neu, und große mit Steinen und brennbaren Materialien beladeneFahezeuge in Vereitschaft gehalten, die man mir dem Strome herabtreiben läßt, wcnn ein Theil des feindlichen Heeres herüber ist, umdiesen durch Sprengen der Brücke abzuschneiden und desto leichterzu schlagen. Erlaubt es die Zeit, und ist der Feind in Absicht sei-nes Ueberganges aus eir.cn bestimmten Punkt eingeschränkt, kannman das Geschütz zwar durch aufgewogene Brustwehren decke»;allein, man muß alsdenn nm so aufmerksamer auf die Bewegun-gen des Feindes seyn, damit er nicht unerwartet an einem andernOrte übergehet und dadurch die Vcrschanzungen und Batterien un-

H»»er Geschütz. Würtcrd. III xlz. P