Schwe
Dcr auf diese Weise erhaltene rohe Schwefel wird vor fei-ner ferneren Anwendung noch in einem andern Ofen gereiniget,dcr Fuß lang und gegen 5 Fuß breit ist. In diesem Ofen Wer-ne» auf jeder Seite 5 eiserne Retorten taä- Fuß hoch, im l ai-che rZFuß, oben aber Z Fuß weit) dergestalt schrogc gesezt, daß ibrHals anS dem Ofrn hervor gehet. Jede Retorte hat einen irde-nen Helm, dessen unterer Schnabel mit einem hölzernen Stöpselver chlossen werden kann. Nachdem dcr Ofen g Stunden mäßigstark gefeuert worden, laßt man den destillirten Schwefel untenherans,in zvlindrischeFormen vonHolz gelassen Der hierdurch erhal-tene Sta ng en scdw c fel muß zitronengelb, trocken und dichtsein, sich leicht zerbreche» laßen, und ans Ohr gehalten, ein kni-sterndes Geräusch von sich geben.
Roch reiner erhalt man den Schwefel durch die Sublima-tion , indem man einen starken kupfernen Kessel zu drei Piertbeileumir Schwefel anfüllt, und die durch das Feuer erhobenen flüchti-gen Schwefeltheilgen in die über dem Kessel befindlichen irdenenGefäße leitet, wo sie als völlig gereinigte Schwe felb l » m c nmit einem Borstwisch zusammen qekehret werde». Diese Sä'we-felblumen würden wegen ihrer Reinheit zum Sebießpulver vor-züglich anwcudar seyn, wenn hier nicht ihre besondere Härte imWege stünde.
Der Schwefel verbindet sich mit dem Vhosvbor, mit denAlkalien, mit den Erden und Metallen, doch mit einigen lieberals mit andern Geschwefelte Mec.ssle können daher durch den ?u-lah underer dem Schwe-el näher verwandter Metalle rein erhaltenwerden indem er jene verfällt, und mit den leheern verbunden,als Schlach'e oben auf schwimmt. Sezt man die Schwefelmetallebei dem Nitritt der frcyen Rift einer böbern Demperatnr ans —weiches man rösten nennt — verflüchtiget sich tbeils dcr in ilmenbefindliche Schwefel, theils wird er in Schwefelsäure und inschweslichte Saure verwandelt. Merkwürdig ist noch eine andereErscheinung: daß »cmlich Schwefel in Verbindung mit verschie-denen Metallen, (z. B. 1 Theil Schwefel und Z Tbeile Knpwr-im luftleeren Räume, in Wasserstossaas, in kohlensauremGas nnier Wassere. :c durch gegenseitige Einwirkung erlstztund zum Glüh?» gebrach- wird. Da hiebe! nicht allezeit eineOrydation erfolget; laßt sich diese Erscheinung nicht als ein wirk,limes Verbrennen ans den, sondern man kann sie nach Trom s-dorf aus der verschiedenen Empfänglichkeit der Körper kür dieWarm? erklären, wo bei Verbindungen dieser Körper freie War-me nrst bet. die alsdann in schneller Bewegung, als Licht, ent-weicht Daher ist die einmal zusammen geschmolzene Mi chungdes Schwefel Kupfers nicht weiter zu demselben Versuch branch-bar.
Wird der Schwefel auf dem trocknen Wege mit de» Alka-lien verbunden, erhält man Schwefelkali (Lulkuro üs potasse)