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übt werden muß. Nächst den Vorschriften über das Richten undden Gebrauch des Geschützes, mit dem wenigstens die Unter-Offiziere und ein Thcil dcr"Artillcristcn vertraut scmi muß. sinddas schnelle Aus und Absitzen der Mannschaft, das Kuppeln derPferd-, und das Auf- und Abprotzen der Geschütze, das wichtig»sie Augenmerk einer jeden reitenden Artillerie. Hieran schließensich die «arktischen Batterie, Bewegungen, die obne eine un-unterbrochene und sorgfaltige Uebung des Terrains nie mit der ge-hörigen Präeisiou geschehen können. Die Ausführlichkeit, mit derdieser Gegenstand in den Betrachtungen über die Rei»tende Artillerie, deren Organisation, Gebranchund Taktik. Leipzig bei Suppriän iZoz behandelt ist, sowiedas unter dem Artik. 'Aufmarsch, und Bewegungen, die-ses Worterb. enthaltene berechtiget uns, in dieser Hinsicht aufjene sowohl als auf diese zu verweisen.
So vielseitig, so ausgebreitet aber auch der Nutzen der Rei-tenden Artillerie immer seyn mag; würde man doch gewiß sich sehrirren, wenn man sie ganz an die Stelle der Fuß-Ärtillerie setzenund diese blos in den Festungskrieg verweisen wollte. Dies wärefast noch schlimmer, als gar keine Reitende Artillerie zu haben.Zwei oder drei Reitende Kompagnien, jede mir g Kanonenund 2 Haubitzen, scheinen für eine Armee von 20000 bis Z0000Mann völlig hinreichend. Eine größere Menge würde den an sichschon sehr bedeutenden Aufwand nur vergrößern; denn Gasscndiberechnet die Unterhaltungskosten einer Division ReitenderArtillerie von 6 Geschützen zu 112514 Franken oder ohngefahr28048 Rthlr. und die Kosten einer eben so starken Division zuFuß auf 59830 Franken oder 14957 Rthlr. Ein Unterschied, derwichtig genug ist, um alle Rücksicht zuverdienen.
Bcitschnur, (?i!s?ore); ist diejenige hänfene Schnur, ver»mittelst der Raketen, Schwärmer.und andere Hülsen zugewürgt,oder zugeritten werden. Ihre Stärke richtet sich nach der Größeder Hülse, damit sieder, bei dcmZureiteu anzuwendenden Gewaltgehörig zu widerstehen vermag, und den Hals der Hülse nichtzerschneidet, wenn sie ei» zu klein Durchmesser hat. Weil manbei den größeren Raketenhülsen vozi 2 und 4 Pfund in Kaliber mitdem Kndbel nicht Kraft genug anwenden kann; bedient man sichhiereiner Zureitbank, wo die Reitschnurc oben an die aufrecht ste-hende Säule, nuten aber an ein Brett befestiget, auf welchem derFeuerwerker sitzend die Hülse zureitet.
Rephühnergranaten (Ueräreaux) oder W a ch teln bestehenaus einer Anzahl Handgranaten, entweder in einen hölzernen Kör-per eingeschlossen, wo sie den Namen d>-r Granathagel (w. n. i.)oder der Transcheekugeln erhalten; oder auch bloß auf einenhölzernen Spiegel neben einander i» den Mörser geordnet; siei) ,'ißen denn H e besp i t g e l« G r a na t c n w. n. i.