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doppelter Bespannung bei sich hatte, die aber so schnell als dieleichte Rentcrci marschierten, imt der sich der Herzog einer An»hohe bemächtigen wollte. Sie standen wahrend des Gefechtes inden Intervallen der Meuterei und beschossen daö feindliche Fuß»Volk. Zu demselben Schuf führte Gustav Adolph die soge-nannten lederneu Kanonen ein, die mit de» Divisionen der eomman»dirteu Musketiere in der Schlackt bei Leipzig ebenfalls zwischender Meuterei standen, und Kurfürst Fried rich Wilhelm vonBrandenburg nahm ebenfalls zwölf Kanonen mit, als er 1H75in!t senier Kavallerie allein den Schweden entgegen gieng. Obgleichdie cdicnung dieser Geschähe nothwcndig beritten sei» mußte, umder Kavallerie folgen zu können, finden sich dennoch nirgends keine be-stimmte Nachrichten : daß es vor dem achtzehnten Jahrhundert ei-g us dazu bestimmte Artillcrie-Abtheilungen gegeben habe. Die Rus-sen gaben zuerst ihren Dragoner-Regimentern ZwcipfniidigeEinhörner gleichsam als p ataillonsstncke, deren jedes zugleichzwei ans Z Psnnd Eisen gebohrte Kohvrnsche Mörser neben sichauf den beiden Achsen hatte. Dies Geschütz leistete ihnen in denGefechten mit der Rmtmei der Türken und Tararn sehr wesentli-che Dienste, und war höchst wahrscheinlich die erste Veranlassungzu Errichtung der Artillerie bei den Prenssen, wo Friedrichder Große im Jahr rz-zy eine Brigade Reitende Artilleri- harte,die täglich in seinem Beisein crerziercn mußte. Die Oesterreicherahmten zuerst diese Einrichtung »ach, nur mit dem Unterschied:daß bei ihrer Kavallerie - Artillerie die Leute »ickt beritten sind,sondern auf dem, mit einem ledernen Sitz versehenen Schwanz derLastete fahren, der zu dem Ende lauger als gewöhnlich gemacht wird.Der Sitz giebt zugleich einen Patronenkastcn ab, in welchem sich6 Kugel-und st Karterschenschuß befinden. Eine näbmliche Ein-richtung findet bei der Bayerischen Artillerie insofern Statt, daßdie Zwölfpfünder ihre Bedienung auf der Lastete haben, die Re-dnmm g der Scchspfnnder hingegen beritten ist. Die Beweg-lichkeit der Re i te n d c n Artillerie schien lange bei den Fran-zosen keinen Eindruck zu machen, obgleich sie die erste Idee dazugegeben hatten, und obgleich 1761 der Artillerie Oberste Vr e-gilles zum Behuf ein. r schnellen Unternehmung des Herrn vonClausen einige Kanonen doppelt bespannt und di? Bedienungberitten gemacht hatte. Erst zu Anfang der Revolution, durchMira b e a u von dem Nutzen der leichten Artil! erie belehret,ward die Errichtung derselben beschlossen und zwar so: daß dieBedienung der dazu bestimmten achtpfündigen Kanone» auf derßepo'sicrtcn D.eke des Muuitionswagens sitzen sollte Allein,theils die Schwierigkeit: schnell genug die Notlügen Wnrstwagenaufbringen zu könne-, theils auch ein zu Strasburg angestellterVernich, bei dem durch das Umwerfen des WagenS fast alle daraufsitzende Artilleristen zum Dieust untauglich winden, warm Ursache,daß man die Mannschaft der leichten Artillerie durchgehends be-