Pul Zi)
prasselt das entzündete Pulver, und laßt es einen weissen Schaumoder gclbe Punkte und öhligte Flecken auf dem Papiere zurück; sobewewt cieses die schlechte Beschaffenheit des Salpeters undSchwefele, oder auch, daß das Pulver zu viel Feuchtigkeit an-gezogen hade, und dabei verdorben sey.
Die verhältnismäßige Wirksamkeit des Pulvers aber laßt sichblos durch die Kraft bcnrtheiien, welche es gegen die ihm wider»stehenden Körper ausübt. Man bedient sich hiezu verschiedenerWerkzeuge, unter denen ein kleiner, Hinte» mir einem Pistolen-kolben versebencr Mbrser eines der ältesten ist. Dieser Morserfaßt ein bestimmtes Gewicht Pulver, das bei seiner Entzündungden metallenen Deckel des Mörsers in die .Höhe stößt, und da-durch ein mit diesem Deckel verbundenes Rad nmtreibet, dasvon einer Feder zurück gehalten wird. Die auf dem Rade einge-schnittenen Abrheilungen zeigen alsdann die größere oder gerin-gere Stärke des Pulvers an.
Bisweilen sind auch auch zwei senkrechte Stangen ^ nebendem Mörser l> angebracht, zwischen denen sich ein Gewicht L aufund ab beweget, und vermittelst eines daran befindlichen, obendurch das galgenfdrmige Gerüst gehenden und in Grade getheil-reu, Stabes I), der durch 2 Federn st gehalten wird, anzeiget,wie hoch das probirte Pulver das Gewicht getrieben. Beide Ar-ten Pulverproben fCprnuvette«) haben jedoch den Nach-theil, daß man nur mit vieler Unzuvcrläßigkeit die Stärke desPulvers durch sie bestimmen kann, weil die Federn beim fort-dauernden Gebrauch schlaff werden, und daher in der Folge einsehr schwaches Pulver für weit stärker angeben, als es würklichist. Die zweite Art der Pulverprobe laßt sich jedoch zweckmäßi-ger einrichten, wenn das Gewicht schwer genug gemacht wird,daß die Ladung des Mörsers es nur wenig zu Heven im Standeist. Es bedarf dann bei den Federn weiter keiner Kraft, als diezu Festhaltung des in die Höhe gehobenen Gewichtes erfordertwird.
Eine andere, von dem Ritter d'Arcy erfundene, Pulver-prvbe zeiget die Kraft des Pulvers durch den Rückstoß an. Siebestehet aus einem hölzernen Gerüste von 2 horizontalen Rohmenund 4 Säulgen, auf welche» sich oben ein eiserner Rahmen be-findet, den mau vermittelst einer Stellschraube höher oder nie-driger richten kann. Er dienet dem Zapfen einer scharfen Arezur Unterlage, an welcher eine kleine metallne Kanone vermit-telst einer eisernen Stange beweglich ist. Die Stange ist durcheinen horizontalen Arm mit einem Zeiger verbunden, der an ei-nem über dem Gerüste senkrecht stehenden Gradbogen den Rückstoßder Kanone bei dessi Abfeuern andeutet. Ein Blcilorh vorn undein anderes a» der Seite des ober» Gerüstes zeiget den völligwaagerechten Stand desselben an» Die Kanone wird mit bloß««