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2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
58
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Z8 Pul

tel in Bewegung, um die in den Rollwerken gekleinten Mater-'a-lten zn benreln; auch werden durch sie die Korn - »nd Pol rfas-ser umgctrieben, in denen das Pulver auf die vorher beschriebeneWeise veririittelst metallner Kugeln gekörnt und pvlirt wird. An-gleich befinden sich in dem nemlichen Behaltniß die Pressen, wennanders di-s Verfahren gewohnlich ist.

Der Pater Fery hatte noch eine andereArt von Rollwer-ken in Essannes angegeben, wo vier 6000 Pfund wiegendeWalzen von «Stückgut in gerader Linie auf zwei, ,2 Fuß langenund 4 Fuß breiten, Tafeln hin und her rollten, und so oen jscugauf einer Fläche von yü Qnadratfuß ausbreiteten. Man hat je-doch gefunden; daß sich bei dieser Einrichtung die Mischung dereinzelnen Materien weniger vollkommen bewerkstelligen ließ, alsbei den vorher beschriebene» Rollwerken und in den Körnfässcrn,daher man die erstere nicht weiter angewendet hat.

Um das gekörnte Pulver zu trocknen, bedient man sich aneinigen Orten besonderer nach Art der Treibhäuser gebauerer undmit großen Glaswänden versehener Gebäude. In Harburg wirddas Pulver über einem mit Kalk übertünchten Ofen getrocknet,wo sich hölzerne Gestelle befinden, um die Breter mit dem dar-auf ausgebreiteten Pulver über einander darauf setzen zu können.Es ist dabei zur Sicherheit der Arbeiter nothwciidig, daß die ver-schiedenen Arbeiten des Pulvermachens in mehreren von einanderabgesonderten Gebäuden verrichtet werden. Sollte sich auch einsderselben durch irgend einen Zufall entzünden, kann doch die Er-plosion nie allgemein werde». Zu demselben Ende ist es auchvorthcilhaft, die Dachbedeckung nicht auf den Sparen fest zuuagcln, sondern oberhalb der gewöhnlichen Latten andere einzu-legen, die gar nicht befestiget sind, und auf die man nachher dieSchindeln fest nagelt. Wenn sich nun je das Pulver entzündensollte, werden blos diese Felder von dem Dache gehoben, undhinweg geschleudert, ohne daß die Gewalt der Erplvsion sich aufdie Seitenmauren der Mühle erstreckt.

Pukverprcchen (Cprenves äs la pouärs) sind zu Untersu-chung der intensiven Kraft des Schießpulvers bestimmt, undkönnen auf verschiedene Weise angestellt werden, nachdem manvorher daS Pulver in Absicht der Große und Härte seines Korns,und der Beschaffenheit seiner Mischung untersucht hat. DasPulver muß nemlich ein schiefcrfarbiges, gleiches Korn haben,das auf der Hand oder auf weissem Papier keine Schwarze zurücklaßt. ES würde in dem entgegengesetzten Falle, oder auch wennsich die Körner leicht mit dem Finger zerdrücken lassen, zu vielKohlen enthalten. Wird eine kleine Menge Pulver auf einemweissen Papiere angezündet, muß es sich schnell entzünden, ohnezn prasseln, oder das Papier zn versengen, wenn es von guterBeschaffenheit ist. Steigt hingegen ein dichter Rauch dabey auf.