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religiösen Wahrheit gelangen müsse. Die gewöhnlicheAusbildung natürlicher NeligionSlehre hatte wissenschaft-lich nichts für sich / als daß sie nicht lächerlich gemachtwerden kann. Was sie aber zur Begründung anführtist meist untauglich. Sie stützt steh auf einige unrichtigemetaphysische Distinktionen und dann auf jene kindlicheTeleologie/ welche wol von jedem Grashalm und jederBiene ein Zeugniß für das Daseyn GotteS erbittet/nicht aber von dem lebendigen Geiste in sich selbst. Soist ihr großer Mangel/ daß ste durch daS nicht überzeu-gende ihrer Gründe dem Zweifel immer wieder offnesFeld läßt.
Die Andachtslosigkcit unserer Zeit ist übrigensnicht Folge dieser Lehre, sondern mehr die Ursach ihrerKalte/ oder eigentlich beyde fließen ans der gleichenQuelle/ dem Mangel alles öffentlichen LebenS bey un-serm Volke. Begeisterung im öffentlichen Leben einesVolkes in Patriotismus oder ReligionSglaubcn ist es/was die schönen Perioden im Leben der Völker auszeich-net. Davon daß uns diese Schönheit des Lebens fehlt /wollen wir denn eigentlich diesem oder jenem die Schuldbeymeffen. So denn anch hier. Was ist mit der An-dacht gewonnen / die ihr wieder fordert? ES sollte jadoch nur eine Andacht seyn mit der man sich SonntagVormittags für sechs Werkeltage abfinden kann oder diewenigstens nur jedem in seinem Hause gehört / draußenim Leben aber niemand belästigt. Verzeiht mir/ daß ich