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teS der Gerechtigkeit geschworen? Ziemt es euch alsonicht für den Sieg der Wahrheit zu kämpfen und auf-zuopfern? Ihr aber, wenn ihr auf heiligem Heerd dieFlamme der Reinigung auflodern seht, so weicht ihrscheu zurück, fürchtend, daß nicht lauteres Gold im Tie'gel fließen, sondern das unächte Metall mit dem Nancheverfliegen oder verbrannt erblinden werde.
F. Schlegel hal(a. a. O. S. «9.) wol recht, daSist daS alte Verderben unsere philosophirendcn Theolo^gen, daß sie zweyen Herren zugleich dienen möchten, demalten Aberglauben und der neu gefundenen Wahrheit»
Anstatt ehrlicher alter Lehre von positiver Offenba-rung, historischem Glauben an religiöse Wahrheit, überWunder, Versöhnung u. a. gehen wenige über die rich-tige Ansicht grade mit der Sprache heraus und mitscheuem Blick wenden die andern sich immer wieder vondiesen ab. Man beruft sich dagegen im Nothfall aufSymbolische Vorstellung, Zeit- und Ortverhältniß, mil-dere Deutung und andere Erklärung. Nun sind frey-lich diejenigen, die nur zur Erbauung vor dem Volkesprechen, ihrer Sprache nicht vollkommen Meister undan öffentliche Vorstellungöarteu gebunden. Was gehtaber das die Wissenschaft an? Wir verlangen gar keineDeuteley, sondern die reine Wahrheit, welche wir,von der Vorzeit erzogen, nun selbst zu finden vermögen.Wollen wir hier nicht aufhören dein Vorurtheil zu stöh-nen so werden wir nie der Luge quitt,