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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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man wohl/ daß so etwas nicht geschehen sey / aber ebenso nahe solle man sich dergleichen Gedanken nicht kom»men lassen/ in dunkler Ferne müsse man sie zu haltenwissen / dann thun sie ihren Effekt.

Da habt ihr den Glauben im Dunkeln/ der ver-schwinden würde / sobald man Licht zuließe. WaS ister weiter als eine Lüge in euch selbst/ die ihr meintder Wahrheit schuldig zu seyn?

WaS ich fordere ist blank und baar die reine Wahr-heit zu suchen und hin zu geben. Dagegen meint ihr /man müsse sie nur erst gehörig verblümeu und verbrä-men/ daß man nicht anstoße/ daß man auch Eingangfinde. Bedarf cS der Geist der Wahrheit wol/ daß erden Arm des Geistes der Lüge erbettele / um sich zustützen und zu helfen? Nein! Euer Fehler ist einzig/daß ihr der Wahrheit nicht vertraut und nicht vertrauenwollt. Wohl ist/ wie uns Schlegel zu Gemüthe führtdie Philosophie nicht nur eine Wissenschaft auch nichtnur eine Kunst/ sondern vor allem eine Tugend/ aberdiese Tugend ist eben die Tugend der Wissenschaft / dieTugend der Wahrheit. Mag eS drum seyn /den Rhetorcn und Grammatikern ist mit mancherleyVorstellungöwciftn gedient/ denn ihnen ist heiliges Bildwie die Sache. Ihr aber nennt euch Philosophen!JstS denn die Sache eurer Mysterien für die Erbauungder Unwissenden zu sorgen? Hat die Philosophie nichtzu den Fahnen des Geistes der Wahrheit und des Eot-