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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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Seite
81
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Er kann es aber nicht anders seyn, als indem er inzwey gleich ewige Anfänge aus einander geht/ nicht daßer beyde zugleich/ sondern daß er in jedem glei-cherweise/ also in jedem das Ganze oder ein eignesWesen ist. Der Ungrund theilt sich aber in die zweygleich ewigen Anfänge/ nur damit die zwey/ die inihm als Ungrund/ nicht zugleich oder Eins seyn konn-ten / durch Liebe Eins werden denn dies ist das Ge-heimniß der Liebe/ daß sie solche verbindet, deren jedesfür sich seyn könnte und doch nicht ist und nicht seynkann ohne das andere.

Solches lehrt Schelling von Gott. Dieses abersind Worte Agur des SohnS Jake / welcher ist der al-lernärrischte und Menschenverstand ist nicht bey ihm:Hast du genarret und zu hoch gefahren undBöseS vorgehabt/ so lege die Hand aufSMaul. (Spr. Salom. C. 30. v. 32.)

Wir sehen wol / daß Schelling sich einbildet imBesitz der wahren Religionslehre und Ethik zu seyn, tiefeEinsicht in den Geist platonischer Lehre und das Ver-ständniß mystischer Philosophie erhalten zu habenwarum nun gibt er uns diese seine Weisheit nicht inklarer/ reiner Rede? Warum svringt seine Rede alleAugenblick in mythische Ausdrücke über / von denen erselbst nicht will/ daß sie streng wissenschaftlich/ strengeWahrheit seyen? Warum beruft er sich auf den Plawwnur immer in unbestimmten Andeutungen ohne sich klar