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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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79
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es offenbar durch Gott - nnd wie das sey, das be-greifst du so wenig als ich! Er antwortet etwa wie(S. 491.) coirclitio sine gun nan der möglichst groß«ten Vollkommenheit der Welt ist das Böse nicht/ sondernnur die Bedingung, ohne welche die Liebe sich nichtoffenbaren konnte und wer sich denn mit ihm darinfür weise hält/ daß er widersprechendes behauptet; denmüssen wir gewähren lassen.

Armuth und Elend dieser Lehre wird mit verschränk-ter Rede, verworren in die Sache selbst gezogenen Bil-dern und Verglcichungcn des Wesens Gottes mit end-lichen Naturverhältnisscn so künstlich zugedeckt: daß derUnkundige bey den geheimnißvoll klingenden Zwischen-reden leicht nicht wagen wird/ das Ganze der offenba-ren Absurdität zu zeihen / die dessen einzigen Inhaltmacht. Zum Beleg einige Stellen.

( S. ä53.) Gott selbst / damit er seyn kann be-darf eines Grundes / nur daß dieser nicht außer ihmsondern in ihm ist und hat in sich eine Natur/ die ob-gleich zu ihm selbst gehörig/ doch von ihm verschiedenist." (S. Diese Natur ist die Sehnsucht/ welchedas Ewige Eine empfindet / sich selbst zu gebären. Sieist nicht das Eine selbst aber doch mit ihm gleich ewig.Sie will Gott d. h. die unergründliche Einheit gebären,aber insofern ist in ihr selbst noch nicht die Einheit. Sieist daher für sich betrachtet auch Wille; aber Wille / indem kein Verstand ist / und darum auch nicht selbststän-