Verlangen zu beweisen oder zu widerlegen. Und ich er-biete mich auf der Leipziger Ostermcsse vor allen ver,sammelten Buchhändlern und vor den 10,009 lebendenSchriftstellern der Deutschen dasselbe zu wiederhohlen,wenn man mir nur diese Schellingische Weisheit vondem überhaupt nicht realen schlechthinIdealen, welches unmittelbar als ein sol-cheS auch ein RealiS ist, voraus zugeben will.Denn da doch ein jedes Ding in der nicht aus sich selbstherausgehenden Einheit des Absoluten seine Stelle findet,so muß sich schon Gelegenheit ergeben die Realität desnicht, realen, oder die Nicht. Realität des Realen dafüroder dawider geltend zu machen.
Ich will eben nicht behaupten, daß in der ange-zogenen Stelle Schelling sich selbst widerspreche, denndazu sind neben den Worten auch noch sich aufhebendeGedanken nöthig, an den Gedanken bey dem Worte fehltes aber hier. Sch. mag sich wohl bey Gelegenheit jenerWorte wichtiger philosophischer Wahrheiten erinnern,wie man denn gleich nachher sieht, daß er mir jenenFormeln die Idee vom Verhältniß der Gottheit zurWelt zu bezeichnen sucht. Aber diese Sprache ist sowillkührlich und schlecht gebildet, daß sie gar keiner be-stimmten Mittheilung des Gedankens dient, daß der Hö-rende sich gar mancherley nur nichts bestimmtes dabeydenken kann und nach den Regeln deutscher Grammatiknur widersprechendes denken müßte.