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wendigen Gesetzen unterworfen finden , so daß wir imWechsel der Zustände aller Dinge in Raum und Zeitden Zusammenhang des Einzelnen alö das Besondere auSdem Allgemeinen der Gesetze zu erklären / zu verstehen,einzusehen vermögen. Diese Art nun der Erkenntniß,diese Bestimmung des Besondern durch das allgemeineGesetz nennen wir, wenn fie vor unserm Bewußtseyn voll-ständige Ausbildung erreicht hat, dieWissenschaft.
Dieser zur Wissenschaft ausbildbaren Erkenntniß,dem Wissen steht in unsern Ueberzeugungen eine ganzandere Erkenntnißweise entgegen, welche jene Namrcr-kennrniß nur eine Erscheinung der Dinge nennt, unddieser Erscheinung Ideen ihres wahren Wesens gegenüber stellt. Ich nenne fie Glaube und Ahndung. IhreGedanken berufen sich, um zu gelten, nicht auf die An-schauung, sondern fie setzen sich dieser scharf entgegen,ja fie gewinnen die Form ihres AusspruchS eben nurdurch die Entgegensetzung gegen die Anschauung und dieNatnrerkenntniß. So denken wir die Gottheit, dasWelrganze, Freyheit und Unsterblichkeit ohne auch nurBeyspielsweise die Bedeutung des Gedankens in der An-schauung nachweisen zu können; nur Symbol und Bildkönnen diese der Anschauung ganz entgegengesetzte Ueber-zeugung anschaulich beleben.
Wissen und Glauben find also zwey Ueberzengungs-wciscn mit voller Gewißheit, aber doch von wesentlichverschiedener Art. Denn die wissenschaftliche Erkenntniß