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des Wissens ordnet überall das Einzelne allgemeinen Ge-setzen unter/ sieht den Znsammenhang dcö Einzelnen auSnothwendigen Gesetzen ein/ welche ihm das höchste/ dieOrdnung der Natur/ daS nothwendige Schicksal derDinge sind. Der Glaube hingegen findet daö wahreWesen der Dinge frey von den Beschränkungen die-ser Naturgesetze / erhebt aber nur in Verneinungendieser Schranken daS ewige Wesen über die Natur / undkann seinen Ideen das Wesen der Dinge nicht wissen-schaftlich / sondern nur durch die Gefühle der Ahndungunterworfen erkennen.
ES ist nach der richtigen Ansicht vom Unterschiedder Erscheinung und deß ewigen Wesens der Dinge dieseScheidung zwischen Wissen und Glaube also nicht einevorübergehende durch höhere Bildung wieder zu tilgendeund auszugleichende / so wie wir etwa in der NaturlehredaS anfangs nur wahrscheinlich bestimmte nach und nachfester zu begründen vermögen: sondern diese Scheidunggehört wesentlich zur Organisation der menschlichen Er-kenntniß/ eben weil wir nur eine beschränkte Vernunftbesitzen/ die sich aber ihrer Schranken selbst bewußtwird.
DieS war daS Eine. DaS andere Erfordernißfür die hier in Frage stehende Entscheidung ist genaueBestimmung des Wesens wissentschaftlicher Philosophie.Wir müssen nemlich hier philosophische Ueberzeugungund philosophische Wissenschaft wohl von einander unter-