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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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so

lange, daß es eben der Ueberzeugungsweisen mit vollerGewißheit für die Menschen mehrere gebe, unter denennur eine in eminenterer Bedeutung Wissen genannt wirdund daß eben nach dieser Bedeutung in der Religions-lehre schon lange der Glaube dem Wissen gegen übersteht. Dieser Unterschied ist nemlich eben der christlichedeö Nichlsehens und doch Glaubens.

Zum Wissen rechne ich jede Erkenntniß, jede Ueber-zeugungsweise unsers Geistes, deren Begriffe, derenGedanken stch anschaulich machen, in der Anschauungnachweisen lassen-

So gehört zum Wissen unsere ganze Naturer-kenntniß d. h. unsere Erkenntniß von dem Nebenein-cmderseyn der Dinge im Raum und dem Abfluß ihrerBegebenheiten durch die Zeit/ so wie dieser unter denNaturgesetzen steht. Hier sind die Erkenntnisse des Räum-lichen und Zeitlichen selbst unmittelbare Anschauungen,die Naturgesetze, nach denen ich die Substanzen durchihre Kräfte in Gemeinschaft erkenne, schaue ich hingegennicht an, sondern ich finde sie nur denkend in mir. Alleinich kann denn doch an einzelnen Gegenständen der An-schauung z. B. der Erde und dem Monde, bestimmt dieBedeutung dieser Begriffe der Substanz, Kraft undWechselwirkung nachweisen.

So bildet sich im Wissen deö Menschen ein eigenesGanzes seiner Erkenntniß als Naturerkenntniß, in wel-chem wir das Wesen der Dinge in Raum und Zeit noth-