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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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Jakobi hat das in der Schule so viel verbreitete undtief liegende Vorurtheil einer durch bloßes Beweisführenzu gebenden Begründung philosophischer Wahrheit alsVorurtheil aufgedeckt und seine schädlichen Folgen ge-wiesen. Damit war nun abgesehen von der Polemikrichtig gestellt:Wir können nur Aehnlichkciten bewei-sen; und jeder Erweis setzt unmittelbar gewisses voraus,wovon das Principium Offenbarung ist!"Ist dem nunalso, fahre ich fort, so muß folglich hier alles auf dieOffenbarungen der Wahrheit ankommen, die in unsermGeiste liegen.

Welche Arten dcr Offenbarung gibt es nun wol?und wie bilden sie zusammen die eine Wahrheit unsersGeistes? Einer Art sind sie offenbar nicht! Die Offen-barungen des Auges und Ohres sind doch ganz andererNamr als die des Glaubens an selbstständiges geistigesLeben und Gottes Daseyn.

Sagt nicht Iakobi selbst: "auf dem Gegensatz undunvertilgbaren Dualismus des Uebcrnatürlichcn und Na-türlichen, der Freyheit und Nothwendigkeit, einer Vor-sehung und deS blinden Schicksals des UngefährS beruhtdie menschliche Vernunft." Das ist gewiß und wahr-haftig! Wenn nun aber, was scheidet da die Offenba-rung des Uebernatürlichen von der des Natürlichen, dieOffenbarung des freyen von dcr des nothwendigen, dieOffenbarnng der Vorsehung von der des Schicksals?