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Durch diese Lehre wird uns eine wissenschaftlicheBegründung jener ersten christlichen Ueberzeugungenmöglich, nämlich einmal von der Ucberordnung einernur im Glauben zu fassenden höhern, göttlichen Ansichtder Dinge über die niedere der Nalurkcnmniß und deömenschlichen Wissens und zweytens von der für jene ho-here Ansicht geltenden Selbstständigkeit des Geistes, desLebendigen.
In der Unvollendbarkeit jeder Zahlenreihe und jederAusdehnung faßt der Mensch daö Bewußtseyn seiner cig,neu Beschränktheit so, daß er seine Erkenntniß durch dieNaturbegriffe, seine Erkenntniß der Welt in Raum undZeit nur als eine subjektiv beschränkte Ansicht deö Wc.sens der Dinge gelten lassen muß, welche er selbst vonseinen eignen Ideen des wahren SeynS der Dinge un-terscheidet. Er ordnet also seine Ideen von dein ewigwahren Seyn der Dinge an sich den Erkenntnissen vonihrer bloßen beschränkten Erscheinung für den Menschenüber und so entsteht in ihm nothwendig der unvertilgbareGegensah zweyer Ueberzeugungöweisen von denen die eine,niedere, endliche zum Wissen, zur Wissenschaft von derNatur der Dinge ausgebildet werden kann, die andereaber als innerstes Eigenthum unsers lebendigen GeistesGlaube genannt wird, welchen der reflektirende Ver-stand nur darin auSzusprechcn vermag, daß er dieSchranken der Naturbegriffe als für das wahre Wesender Dinge bedeutungslos und zu verwerfen denkt.