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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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gegen. Vernunft ist hier der Geist der Wahrheitim Menschen, für gemeine Dinge des Lebens, welcheaber nach jener Lehre zu schwach ist, göttliche Dinge zuerkennen, welche darin vielmehr der Hülfe der Schriftund mimittelbaren göttlichen Erleuchtung bedarf. Nie-mand aber hat diesen Geist Gottes den Verstand desMenschen genannt. Bey Schlegel heißt gar nur derGeist des Irrthums im Menschen Vernunft, derGeist der Wahrheit in uns aber Verstand. Eine neue ganzwillkührlich ersonnene Wortbestimmung! Bey Schcllingferner wird (a. a. O.) auch auf den alten Haß derTheologen gegen die Vernunft angespielt, zur nähernBestimmung aber nur bildlich gesagt: die Vernnnft seyein Weib und der Verstand ihr Mann, was uns dennfür die Wissenschaft nicht fördern kann.

So im Vorbeygehen werden wir über die so wich-tige Bedeutung dieser Worte nichts entscheiden. Ichhabe denjenigen, welche strenge Wissenschaft lieben (vor-züglich neue Kritik d. V. B.i.S.iss u.f.) gezeigt, wiesteh aus dem gemeinen Sprachgebrauch, dem künstlichender frühern Logik, dann dem der Kantischen Kritik derrichtige Sprachgebrauch dieser Worte bestimmen lasse.

Vernuu ft ist die unmittelbare Kraft des Lebensin unserm erkennenden Geiste; Verstand die Kraft desWillens, welche dem Menschen das höhere Selbstbe-wußtseyn bringt.