daß Schelling selbst in jeder neuen Schrift auch neueTerminologie anwendet.
Das schlimmste bey diesen Sprachirrungen und Ver-wirrungen ist/ daß wir nicht hoffen können durch allmäh-liches Fortsprechen in dieser Weise werden die Fehler all-mählich getilgt werden und eine tüchtige Kunstsprachesich aus ihr entwickeln lassen. Das ist unmöglich! dieGrundanlage ist gegen die Grundform des Urtheils ge-bildet/ eS wird sich nie etwas Kluges daraus ergeben.Der einzige Nach ist / den ganzen Plunder wegzuwerfenund sich wieder der deutschen Sprache zum Philosophirenzu bedienen.
So können wir denen/ die über Sprachverwirrungklagen / leicht den guten Rath geben/ nur aus dem Kreiseder Verwirrung nämlich der Fichtisch- SchellingischenSchule und ihres Anhanges herauszutreten/ und sichweiter umzusehen / so werden ste schon noch deutsche Phi-losophie gewahr werden / in der man eine verständlicheSprache spricht/ und in dieser Sprache Kanten viel zudanken hat.
Dies führt mich auf daö zweyte/ den Unterschiedvon Verstand und Vernunft.
Fr. Schlegel har an der angeführten Stelle den altentheologischen Sprachgebrauch fälschlich für sich angeführt.ES ist keinem der alten Theologen in den Gcdauken ge-kommen/ Vernunft und Verstand so zu vergleichen. Jenesetzen den Geist Gottes der menschlichen Vernunft ent-