Druckschrift 
Genealogische Nachrichten über das meißnische Uradelsgeschlecht von Zehmen 1206 bis 1906
Entstehung
Seite
164
Einzelbild herunterladen
 

IV!. k. v. ?.

Seiner Jugentt zuni gedechtnus geschrieben.

Hör Junger Mann von RitterschaftDer Dn trägst Muth nach EhrenVnd hast im Herzen LebenkraftDich Feindes zu erwehrenZu Roß vnd Fuß in TapferkeitDich anzuschauen lassenIn Schimpf vnd Ernst zu jeder Zeit,

Welches mancher Bauer muß lassen.

Ich Alter war hierzu bereitIn meinen MannesjahrenJetzt muß ich nun zu MüdezeitViel Muthes lassen fahrenVnd sehen, was die junge WeltFür Sitten vnd ManierenVns Alten jetzt vor Augen stelltIhren Humor zu spürenDie wir zuvor auf Hengsten schonNach deutscher LandesweiseZu Roß vnd Fuß erhalten han,

Daß vns die Welt that preisenMüssen jetzt recht von Kindes-KindViel neues Dinges erfahrenVnd gleich als wär ein Jeder blind,

Vernunft vnd Sinne sparen.

Wir hängen zwar recht mit GednltNun vnser Schild vnd WaffenHin zu den Vätern vnverschuldt,

Die jetzt in Gott thun schlafen.

Ermähnen vnsre junge Welt,

Deutsch Mannes zu gedenkenVnd sich durch Schein, List oder GeldNicht lassen davon zu lenken.

So wird Europa groß vnd weitDich deutschen Mann noch achtenVnd deinen Ruhm vnd TapferkeitGleich wie zuvor betrachtenA . . in Aschen sucht inan's Feuer, n)

Vnd Rühmen von den AltenAls denen, die vns fliehen HeuerGott woll des Besten walten.

a) Von hier an sehr unleserlich.